Kollegiale Beratung

Im Rahmen unserer Arbeit begleiten wir die Einführung der kollegialen Beratung in einer Organisation oder Gruppe.

Die kollegiale Beratung ist ein systematisches Beratungsgespräch innerhalb einer Gruppe. Ihr – vor allem durch Vielfalt geprägter – Lösungsansatz dient der Beantwortung von beruflichen Fragestellungen und kann zur Bewältigung von Herausforderungen im Arbeitsleben eine wesentliche Hilfestellung – im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe – bieten. Entscheidend dabei ist, dass Teilnehmer/innen einer kollegialen Beratung von unterschiedlichen Lösungen der anderen Teilnehmer/innen profitieren können.

Eine kollegiale Beratung dauert rund 60 Minuten. Der Ablauf gliedert sich im Kernprozess in 8 Schritte. Vorweg erfolgt die Rollenverteilung, in der neben einen Fallgeber ein Moderator benannt werden muss. Falls eine Dokumentation von allen Teilnehmern/innen gewünscht wird, muss auch ein/e Protokollant/in ausgewählt werden. Der/Die Moderator/in ist verantwortlich für den gesamten Prozess. In weiteren Beratungsrunden wechseln die Rollen der Teilnehmer/innen
immer wieder.

Um einen größtmöglichen Nutzen zu erreichen, empfehlen wir regelmäßige Termine für die kollegiale Beratung in einer Organisation zu vereinbaren.

Wesentliche Grundlagen für die kollegiale Beratung:

  • Vertraulichkeit: Die Inhalte der kollegialen Beratung unterliegen der Verschwiegenheit und werden 
von den Beteiligten stets vertraulich behandelt. Damit unmittelbar verbunden ist auch der vertrauensvolle Umgang der Beteiligten miteinander.
  • Offenheit: Ein offener Umgang mit Sachverhalten und Inhalten und deren Darstellung ist notwendige Voraussetzung für die Qualität der Lösungsansätze. Je konkreter ein Sachverhalt (Fall) unter Wahrung größtmöglicher Anonymität dargestellt wird, umso eher ist eine passgenaue Lösung und/oder eine möglichst große Anzahl an Lösungsalternativen zu erwarten.
  • Wertschätzung: Ein respektvoller, konfliktfreier Umgang der Beteiligten der kollegialen Beratung miteinander – unabhängig von persönlichen Werten und Einschätzungen – ist Voraussetzung für die ergebnisorientierte Arbeit.
  • Meinungsvielfalt: Die unterschiedlichen Bewertungen und Einschätzungen der Beteiligten ermöglichen 
erst die Vielfalt und Differenziertheit von Inhalten und Lösungsansätzen.
  • Lösungsbereitschaft: Bei allen Beteiligten der kollegialen Beratung besteht eine grundsätzliche Bereitschaft 
für eine ziel- und lösungsorientierte Arbeitsweise. Damit verbunden ist auch eine möglichst hohe Qualität der Beiträge und Lösungsansätze.

Wir sehen unsere Aufgabe darin, die kollegiale Beratung als regelmäßig zu nutzendes Instrument innerhalb eine Organisation oder Gruppe zu installieren und den systemischen Ablauf soweit zu etablieren, dass die Gruppe der Teilnehmer/innen nach der Einführung selbstständig mit dem Instrument arbeiten kann. Dazu erarbeiten wir gemeinsam mit der Gruppe den "Rahmen" und die "Spielregeln" für die Durchführung. Auf Wunsch können wir die kollegiale Beratung auch längerfristig begleiten oder in größeren Zeitabständen deren Anwendung überprüfen.